Aktualisiert: Nutzung der staatlichen Unterstützungsangebote für Unternehmen

Aktualisiert: Nutzung der staatlichen Unterstützungsangebote für Unternehmen

Für die Richtigkeit der Folgenden Aussagen kann keine Gewähr übernommen werden. Bitte lassen Sie sich im Einzelfall und vor Inanspruchnahme ausführlich beraten. Für Fragen, Hinweise und Ergänzungen nehmen Sie bitte gern Kontakt auf! 

Soforthilfe der Bundesregierung für Solo-Unternehmen und Kleinstunternehmen

Die Bundesregierung hat ein Hilfsprogramm für Kleinstunternehmen (max. 10 Mitarbeiter) eingerichtet. Es umfaßt Betriebsmittelhilfen als Zuschuss in Höhe von einmalig bis zu 9.000,00 € – 15.000,00 € je nach Mitarbeiterzahl für einen Zeitraum von 3 Monaten. Das Programm wurde in der vergangenen Woche von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen.

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html#id1694894
Das Programm wird in Sachsen über die SAB ausgereicht.

Nutzung des Kurzarbeitergelds

Auf Basis des Beschlusses des Bundestags vom 13.3. können Unternehmen das Kurzarbeitergeld bereits ab 10% ihrer Beschäftigten nutzen. Seitens der Agentur für Arbeit sollen auch die SV-Beiträge für die Arbeitszeitreduktion übernommen werden. Der Arbeitnehmer erhält für die reduzierte Arbeitszeit 60-67% des Nettoeinkommens (dies kann allerdings durch den Arbeitgeber aufgestockt werden). Der Arbeitgeber hat weiterhin die Fixkosten des Unternehmens zu tragen.

Die vereinfachten Regelungen gelten ab Anfang April mit Rückwirkungsmöglichkeit zum 1.3.; Anmeldung und Beantragung erfolgt über die Agentur für Arbeit:

Anzeige: https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf
Beantragung: https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf
Merkblatt: https://www.arbeitsagentur.de/datei/kug-corona-virus-infos-fuer-unternehmen_ba146368.pdf

Liquiditätshilfe des Bundes

Für Liquiditätslücken stehen die Programme der KfW zur Verfügung. Praktisch sieht das so aus: Es wird ein Kredit über die Hausbank beantragt. Im Falle mangelnder Sicherheiten wird (in Sachsen) eine Bürgschaft über die Bürgschaftsbank Sachsen unkompliziert ausgereicht. Die noch zu klärende individuelle Höhe der Absicherung der Bürgschaft durch eine eventuelle persönliche Haftung der Gesellschafter ist der Pferdefuß dieser Lösung, wird aber in jedem Fall begrenzt.

Beantragung (Beispiel Ostsächsische Sparkasse):
https://www.ostsaechsische-sparkasse-dresden.de/de/home/aktuelles/kontakt-fk.html?n=true

Wichtig: BWA 12/2019 muss vorliegen!

Weitere Infos hierzu:
https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html
sowie http://www.bbs-sachsen.de/index.php?id=461

Liquiditätshilfe des Freistaats Sachsen „Sachsen hilft sofort“

Darlehenshöhe:  Bis zu 50.000,00 €, in begründeten Ausnahmefällen bis zu max. 100.000,00 €.
Zielgruppe: Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer mit Umsatz bis zu 1 Mio. €

Die Abwicklung erfolgt direkt über die Sächsische Aufbaubank (SAB), also ohne Hausbank und ist voraussichtlich ab Montag, den 23.03. bei der SAB zu beantragen.  Die Bedingungen sind: Zinsloses Darlehen; tilgungsfreie Zeit 3 Jahre, Laufzeit bis zu 10 Jahre, Möglichkeit der straffreien Sondertilgung, unter bestimmten Bedingungen kann zu einem späteren Zeitpunkt ein (Teil-) Erlass des Kredits in Frage kommen. Wichtig: Es werden voraussichtliche keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften erwartet. Unternehmen müssen mit BWA 12/2019 nachweisen, dass sie unverschuldet durch die Coronakrise in Schwierigkeit geraten sind.

Aktuelle Informationen bitte prüfen unter: https://www.sab.sachsen.de/meta/sab-news.jsp

Weitere Programme in Vorbereitung

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